Fünf Fälle gilt es für die angehenden bis zu vier Ermittler in Portal Games neuestem Werk zu lösen. Dabei steuern die Spieler zwischen einem oder fünf Ermittler durch einen der fünf Fälle. Diese können als große Kampagne oder jeweils einzeln gespielt werden. Mithilfe der ANTERES Datenbank können die Ermittler dann Verdächtige recherchieren, Protokolle einsehen und mehr. Dabei sind die Spieler frei, wie sie die Ressourcen nutzen und wie sie vorgehen wollen. Die Datenbank ANTERES ist dabei natürlich kein gedrucktes Buch, sondern eine „echte“ Datenbank, über die die Spieler Zugriff auf die Dokumente haben. Dabei wird ein internetfähiges Endgerät benötigt, um auf die Datenbank zuzugreifen.
Autor und Chef von Portal Games Ignacy Trzewiczek erklärt: „Das Durchbrechen der vierten Wand ist ein anerkanntes Stilmittel im Theater und mit Detective bringen wir dieses Stilmittel in die Welt der Brettspiele! Wir werden eine neue Stufe der Immersion erreichen: Die Spieler verkörpern nicht die Ermittler – sie sind die Ermittler. Dadurch können sie auf alle modernen Mittel der Ermittlung zugreifen: So kann man etwa auf Wikipedia zugreifen, um die Wahrheit einer Aussage eines Verdächtigen über ein Ereignis im 2. Weltkrieg zu recherchieren … Bei Portal wollen wir Brettspiele erfinden, die Geschichten erzählen und Detective wird eine ganz außergewöhnliche Geschichte erzählen!“
Und wieder verbindet sich Offline-Spiel mit Online-App – diesmal für ein Krimi-Rätsel. Klingt spannend und bei Portal Games erwarte eine Umsetzung auf hohem Niveau.
Der mit Miniaturenspielen bekannt gewordene Verlag Cool Mini Or Not haut derzeit eine Nachricht nach der anderen raus. Kaum ist die Verpflichtung der beiden Top-Leute Eric Lang und Adrian Smith unter Dach und Fach, wird der nächste Kracher rausgehauen.
Mit A Song of Ice and Fire: Tabletop Miniatures Game bringt der Verlag ein weiteres Spiel mit dem Potenzial weltweit viel Geld einzusammeln. Bei der Realisierung arbeitet man mit Dark Sword Minitures zusammen und – wie könnte es anders sein – lässt sich das Ganze über Kickstarter vorfinanzieren. Das gezeigte Starter Set trägt den Titel „Stark vs. Lannister“ und lässt bereits vermuten worum es geht. Ich bin wirklich gespannt, wie lange dieses Geschäftsmodell für den Verlag noch funktioniert. Denn mittlerweile hat er eine Größe erreicht, die diese Art der Finanzierung nicht mehr benötigt und eigentlich nur noch als Marketinginstrument dient. Kickstarter soll es Recht sein, wenn Cool Mini Or Not weiterhin viel Geld über die Plattform einsammelt, bekommen sie doch einen erklecklichen Teil davon ab.
Das Spiel wird im 3. Quartal 2017 auf Kickstarter live gehen und dann 2018 im Handel erscheinen. Mit zahlreichen Erweiterungen und Specials ist bereits heute zu rechnen. Auch wenn mich das Spiel erst mal nicht interessiert – aus spielerischer Sicht – bin ich dennoch auf die Gestaltung und die Kampagne gespannt.
Alles weitere findet ihr in der Meldung auf der Seite von Cool Mini Or Not.
Cool Mini Or Not, groß geworden mit der für damalige Verhältnisse sehr erfolgreichen Kickstarter Kampagne von Zombicide, lässt parallel zur Kampagne zu Rising Sun die nächste Nachricht vom Stapel, die aufhorchen lässt.
Eric M. Lang wird ab sofort neuer Director of Game Designer. Somit sichert sich Cool Mini Or Not Zugriff auf den zur Zeit wohl gefragtesten und bekanntesten (jungen) Autor weltweit. Mit Blood Rage landete Eric einen weltweiten Hit, der nicht nur die Freunde der Miniaturen-Zunft begeistern konnte, sondern auch durch die grafische Gestaltung von Adrian Smith sowie das Gameplay überzeugte. Eric ist seit mehr als 20 Jahren in der Branche tätig und hat bereits für verschiedene renommierte Firmen wie Wizards of the Coast, WizKids oder Fantasy Flight Games gearbeitet. Gerade hat er mit Rising Sun ein mit Blood Rage vergleichbares Spiel – jedoch angesiedelt im fernen Japan – vorgelegt, welches bei Kickstarter bereits mehr als zwei Millionen Dollar eingesammelt hat. Und für den Herbst ist bereits seine Brettspiel-Umsetzung von The Godfather (Der Pate) angekündigt.
Damit ist es Cool Mini Or Not nun endgültig gelungen, sich aus der Nische der Figurenspiele herauszumanövrieren und sich vielleicht auch künftig abseits großer Kickstarter-Kampagnen mit kiloweise Miniaturen einen Namen zu machen. Das Potenzial ist nun mit Erics neuem Posten vorhanden. Und mit Adrian Smith als weiterer Verpflichtung – vorgestern bekannt gegeben – hat man nun das gesamte Team rund um Blood Rage und Rising Sun im direkten Zugriff. Ich bin gespannt, was diese Zusammenarbeit noch so hervorbringt, hoffe aber, dass Eric auch mal dafür sorgt, dass Cool Mini Or noch etwas mehr Variabilität in sein Sortiment bringt – und das nicht nur durch den Vertrieb der Titel anderer Verlage.
Mit Trickerion legte Mindclash Games ein beeindruckendes Erstlingswerk vor. Nicht nur die schieren Dimensionen des Spiels rund um den Wettkampf der Magier war beeindruckend, vor allem das Artwork ist wirklich wundervoll. Mittlerweile mit deutscher Lokalisierung über dei Spieleschmiede realisiert, legte Mindclash Games relativ schnell nach und brachte mit Anachrony ein zweites Spiel heraus, welches ebenfalls über Kickstarter um Unterstützung warb.
Viele Worte möchte ich nicht über das Spiel verlieren, nur so viel zur Hintergrundstory: Anachrony spielt in einer kataklystischen Welt des 26. Jahrhunderts. Eine mysteriöse gigantische Explosion hat die MEnschheit nahezu ausgelöscht und die verbleibende Menschheit hat sich in fünf unterschiedlichen sogenannten Pfaden organisiert. Das im Zentrum der Explosionsstelle gefundene Neutronium ermöglicht es, Zeitrisse zu öffnen und so in der Zeit zu reisen. Dies hat zu großem Reichtum und einer Erkenntnis geführt: Die gigantische Explosion wird in der nahen Zukunft stattfinden und alles wieder vernichten und zurückwerfen.
Das Ziel des Spiels ist es, den eigenen Pfad möglichst einflussreich werden zu lassen und seine Anhänger vor der drohenden Katastrophe bestmöglich zu schützen. Dabei laden die Spieler die eigenen ExoSuits auf, nutzen diese, um Aktionen auszuführen oder reisen in der Zeit. Insgesamt werden sieben Epochen gespielt und in der vierten Epoche kommt es zum Asteroideneinschlag und zu einer Änderung des Spielablaufs. Das Spiel endet mit dem Einsturz der Hauptstadt. Punkte gibt es dann für gebaute Gebäude und Superprojekte, erlangte wissenschaftliche Durchbrüche, durchgeführte Zeitreisen, wenn die Moral der Anhänger hochgehalten wurde und die zusammenbrechende Hauptstadt evakuiert wurde.
Nachdem nun die meisten Backer ihr Exemplar von Anachrony erhalten haben dürften, können nun auch andere Interessierte im Shop von Mindclash Games zuschlagen und Basisspiel nebest Exo-Miniaturen und Erweiterungen bestellen. Kein billiger Spaß, aber man erhält eine wirklich gigantische Box, die komplett gefüllt ist mit Material – zumindest wenn man die Miniaturen dabei hat.
Der italienische Verlag Horrible Games ist mir zum ersten Mal aufgefallen bei Steam Park, dem wunderbar gestalteten und opulent ausgestatteten Würfelspiel rund um einnen Roboter-Vergnügungspark – mehr Spaß- und Taktik- als Strategiespiel. Auch Potion Explosion gefiel mir als Familienspiel gut und besitzt einen sehr hohen Aufforderungscharakter. Nun legt Horrible Games nach und startet bald eine Kickstarter-Kampagne für den asymmetrischen Dungeon Crawler Alone aus der Feder von Andrea Crespi und Lorenzo Silva, zwei der Autoren von Potion Explosion. Alone geht dabei einen etwas anderen Weg als andere Dungeon Crawler, schicken die Autoren hier nicht einen Overlord gegen mehrere Helden in den Dungeon, sondern lassen einen Helden durch unbekanntes Territorium irren. Bis zu drei Bösewichte versuchen ihm dabei das Leben schwer zu machen und ihn um die Ecke zu bringen. Je nach gewählter Seite ist die Erfahrung demnach eine komplett andere.
Der Held sieht die Karte dabei immer nur ausschnittsweise, eben soweit seine Taschenlampe reicht. Die Karte wird Stück für Stück enthüllt und die Handlungen und die Kommunikation der Bösewichte ermöglichen ihm durch Deduktion zu erahnen, wo sich Fallen oder ähnliches befindet. Und wer denkt, dass er sich jederzeit die Karte ansehen kann, der irrt. Denn nur die gerade sichtbaren Kartenteile befinden sich auf dem Tisch. Man muss sich also wirklich an die Karte erinnern. Klingt nach einem wirklich thematischen Mechanismus.
Die Bösewichte hingegen spielen hinter ihrem Sichtschirm ein vollkommen anderes Spiel. Sie planen die Ankunft von Kreaturen, platzieren Fallen oder manipulieren die Karte. Alles mit nur einem Ziel: Es dem Helden so schwer wie möglich zu machen und ihn um die Ecke zu bringen. Dabei müssen die Bösewichte kooperieren, dürfen dem Helden dabei aber nicht zu viele Informationen geben – denn der sitzt ja schließlich mit am Tisch und hört alies.
Das klingt für mich nach einem sehr schönen kleinen Twist im Genre der Dungeon Crawler und verbindet ein paar sehr interessante Mechanismen. Da die Spiele von Horrible Games bisher meistens auch optisch toll gestaltet waren, bin ich gespannt, was uns hier erwarten wird.
Horrible Games hat den Starttermin der Kickstarter-Kampagne nun auf den 2. Mai 2017 vorgezogen und kündigt bereits an, dass es Kickstarter Exclusives und interessante Stretch Goals geben wird. Ich denke, das ist der nächste Kickstarter an dem ich nicht vorbeigehen kann. Mehr Details werden dann in Kürze bekannt gegeben…
Wie Lookout heute mitteilte, wird das allseits vermisste Le Havre von Uwe Rosenberg schon bald wieder erhältlich sein. Die Neuauflage von Le Havre wird noch in 2017 erscheinen.
Der Klassiker aus dem Genre des „Worker Placement“ besticht vor allem durch eine sehr eigene Mechanik zum Gebäudebau, da die gebauten Gebäude die eigenen Aktionsmöglichkeiten und die der Mitspieler im Spielverlauf kontinuierlich erweitern.
Dabei wurde einiges überarbeitet: Die Neuauflage weist eine überarbeitete Anleitung und leicht optimiertes Material auf. Der ehemals mehrteilige Spielplan wird künftig ein stabiler Faltplan sein. Zusätzlich handelt es sich sozusagen um ein Komplettpaket. Denn neben der Erweiterung Le Grand Hameau sind auch die Promokarten bereits enthalten.
Veröffentlicht wird die Neuauflage bereits im März/April 2017.
Nach Viticulture und Scythe erscheint auch der nächste große Titel von Stonemaier Games auch wieder beim Kronberger Verlag Feuerlsnd Spiele.
Der Verlag schreibt zu Charterstone: „Es ist ein Workerplacement-Spiel im Legacy Style, bei dem 1-6 Spieler Ihre kleine Stadt im Verlauf über mehrere Spiele immer weiter entwickeln. Doch im Gegensatz zu vielen Legacy Spielen ist danach nicht Schluss: Die voll entwickelte Stadt ist ein einzigartiges, unbegrenzt nutzbares Spiel.“
Ich war schon vorher interessiert an dem Spiel, werde es mir aber nun definitiv ansehen, da ich das Konzept des danach noch nutzbaren Spiels im Legacy Stil interessant finde. Das erste sichtbare Artwork sieht auch toll aus. Erscheinen wird Charterstone im Herbst kurz vor der Spiel in Essen.
Nachdem bei Food Truck Champion bereits eine deutsche Version des Schwerkraft-Verlags im Rahmen der aktuell laufenden Kickstarter-Kampagne geplant ist, kommt nun der nächste Knaller des kleinen deutschen Lokalisierungsverlags.
Räuber der Nordsee war bereits ein erfolgreich lokalisierter Titel, der beim Schwerkraft-Verlag erhältlich war. Bereits vorab kündigte man an, dass auch die beiden Erweiterungen erhältlich sein werden und auch kommende Teile auf deutsch lokalisiert werden sollen.
Nun folgen den Worten Taten und im Rahmen der gestarteten Kickstarter-Kampagne für die beiden Erweiterungen werden diese gleich auch in deutscher Version angeboten. Und nicht nur das, man kann auch in Pakete mit dem Grundspiel sowie in eine größere Box investieren, die alles Material in einer Schachtel unterbringt. Letzteres ist durchaus auch eine Alternative für alle die, die das Basisspiel schon besitzen.
Eine Erweiterung nach Wahl erhält man für 34 € oder beide zusammen für 61 €. Für 77 € erhält man beide Erweiterungen und die große Box inklusive Tiefziehteil, in die dann alles an Material hineinpasst. Die Luxus Ausgabe kostet 125 € und beinhaltet Grundspiel, beide Erweiterungen und die große Box. Für 258 € gibt es dann die komplette Triologie.
Prima finde ich, dass die Versandkosten bereits inklusive sind. Die Kampagne läuft noch etwas mehr als zwei Wochen.
Ein großes Munchkin Brettspiel gibt es neben den unzähligen kleinen Kartenspielen bereits. Im Herbst folgt nun auch hier ein zweiter Anlauf. Munchkin im Wunderland basiert auf Lewis Carrols Kinderbuchklassiker Alice im Wunderland. Thematisch passend kämpft man gegen die Grinsekatze oder den Jabberwocky. Vereinfachte Regeln und Abläufe sollen ein Spiel bereits mit Kindern ab sechs Jahren ermöglichen. Erscheint im Herbst, also vermutlich zur Spiel’17.
Cool Mini Or Not will uns heiß machen auf die neueste Zusammenarbeit mit Eric M. Lang und den anderen Kollaborateuren, die uns schon Blood Rage bescherten.
Nach einem Überblick über das Spiel (siehe hier) folgt nun Einblick in das Kampfsystem des Spiels. Für alle, die sich nicht nur für die Miniaturen, sondern auch für das Gameplay interessieren durchaus relevant.
Das Kampfsystem basiert vor allem auf der Annahme, dass Krieg teuer ist – durchaus sehr thematisch. Zu Beginn einer sogenannten „Season“ werden die Regionen aufgedeckt, die vom Krieg am Ende der Runde heimgesucht werden. So können sich die Spieler während der „Season“ auf den aufkommenden Krieg vorbereiten oder eben das Weite suchen. Dabei können die Spieler frei mit den anderen verhandeln und sich so über geschicktes Bieten und Bluffen Vorteile verschaffen. HIer kommt der bereits angekündigte Diplomacy-Charakter des Spiels zum Tragen. Spieler entscheiden aus folgenden Optionen, in die sie ihr Geld geheim investieren können:
Seppuku: Alle Streitkräfte einer Region werden getötet und sterben ruhmvoll (Punkte!).
Geiselnahme: Eine Figur entfernen und dadurch Siegpunkte erhalten können. Gegner muss Lösegeld zahlen, um die Figur zurück zu bekommen.
Ronin – also Samurai ohne Meister – gegen Bezahlung den bestehenden Streitkräften hinzufügen.
Kaiserlichen Poeten anheuern, um von der Schlacht zu berichten und Siegpunkte in Abhängigkeit der getöteten Gegner zu erhalten.
Coole Minis gehören natürlich dazu…
Danach kommt es zum Kampf in der entsprechenden Region und der Spieler mit der höchsten Kampfkraft vernichtet alle anderen.
Das Interessante an diesem Vorgehen ist, dass die Gebote geheim erfolgen und man nie weiß, wer in welchem Kampf auf was geboten hat und ob die eingegangenen Deals halten. Mann muss sich auch überlegen in welchem der jeweiligen Kämpfe man wie viel bieten möchte und welche Option einem am sinnvollsten erscheint. Muss ich alle Kämpfe gewinnen oder fokussiere ich mich auf einen besonders wichtigen?
Das alles liest sich für mich hochinteressant und ich bin schon gespannt auf das Gesamtwerk. Aber auch hier zeigt sich, dass Eric M. Lang es wieder mal geschafft hat, einen tollen Mechanismus zu entwickeln, der scheinbar schnell erlernt ist und durch die hohe Interaktivität lange tragen kann. Vielleicht bietet Cool Mini Or Not ja direkt eine deutsche Lokalisierung an, dann bin ich sofort an Bord.