Erste deutsche Ausgabe von Talisman bei Schmidt Spiele
Talisman – Ein Klassiker des Fantasy-Genres
Talisman gehört zu den Klassikern des Fantasy-Brettspiels. Genau wie Hero Quest war es vor mittlerweile 35 Jahren eines der Spiele, die viele von den älteren Spielern unter uns damals in ihren Bann zogen. Es gab zahlreiche Erweiterungen und Ergänzungen des Grundspiels. Auch eine elektronische Umsetzung ist mittlerweile auf dem Markt, die auch laufend erweitert wird. Die alten Tamisman-Spiele wurden von Games Workshop selbst veröffentlicht. In Deutschland wurde das Spiel damals von Schmidt Spiele herausgebracht. Später erschien Talisman mit sienen Erweiterungen dann im Heidelberger Verlag und prägte seit der Neuauflage auch weiterhin da Bild der Fantasy Spiele maßgeblich mit. Pegasus war als Partner für die vierte Edition des Spiels übrigens 2008 ebenfalls schon mit an Bord. „Als Fantasy-Fans haben wir in unserer Jugend selbst viele spannende Abenteuer mit Talisman erlebt“, erinnert sich Andreas Finkernagel, Geschäftsführer von Pegasus Spiele. „Umso mehr freuen wir uns jetzt, die Welt von Talisman mit neuen Spielen zu erweitern.“
Vier neue Spiele in der Talisman Welt
Da das Konzept mittlerweile vielleicht nicht mehr alle Spieler erreicht bzw. es Spielkonzepte gibt, mit denen sich die Welt von Talisman auch verwirklichen lässt, gibt es nun im Jahr 2018 von Pegasus Spiele in Friedberg insgesamt vier neue Spiele in diesem Universum. Es wird ein Kinderspiel von Lukas Zach und Michael Palm (Die Zwerge – Das Brettspiel, Asterix & Obelix – Mission Zaubertrank) in der zweiten Jahreshälfte 2018 geben, gefolgt von einem erweiterbaren Kartenspiel, einem Rollenspiel und einem Würfelspiel.
Derzeit ist noch nicht bekannt, wann diese Spiele genau erscheinen werden. Es ist jedoch von Terminen rund um die Spielemessein Essen auszugehen. Aus meiner Sicht eine zunächst interessant erscheinde Erweiterung und Erneuerung der Talisman-Serie, die versucht mit anderen Spielkonzepten neue Zielgruppen zu erreichen. Aber auch hier gilt: Nur wenn das Spiel wirklich gut ist, kann diese sog. Line Extension auch funktionieren. Insbesondere dem Kinderspiel könnte aus meiner Sicht ein Erfolg gelingen, denn viele Kinder sind bereits durch die heutigen Medien in Bezug auf Fantasy-Themen sozialisiert. Die entsprechenden Spiele sind jedoch Mangelware, andere Spiele aufgrund ihrer Komplexität bzw. Thematik aus Sicht der Eltern häufig nicht unbedingt geeignet.
Der kleine polnische Verlag Board and Dice lässt mich einfach nicht los. Ständig gibt es was zu berichten über die Aktivitäten der umtriebigen Polen. Nach Inbewtween und Pocket Mars landet nun auch der kleine Notizblock-Würfler Harvest Dice unter dem eingedeutschten Namen Würfelgemüse in der Spieleschmiede.
Wie Würfelgemüse gespielt wird
Eine Schachtel Würfelgemüse bitte…
Würfelgemüse folgt dem Schema vieler erfolgreicher kleiner Würfelspiele. Der Startspieler würfelt zunächst alle Würfel. Danach wählen alle Spieler reihum immer einen Würfel aus der Mitte aus, bis sich darin nur noch ein Würfel befindet. Der ausgewählte Würfel muss sofort in den eigenen Garten gepflanzt werden oder an die Schweinchen verfüttert werden (wusste gar nicht, dass die Würfel mögen).
Die Würfelfarbe gibt dabei vor, um welche Gemüseart es sich handelt, die Augenzahl legt die Spalte im Garten fest, in die der Würfel gepflanzt werden muss. Der Kniff: Hast man die gewählte Gemüseart bereits im eigenen Garten, muss man angrenzend an anderes Gemüse derselben Art pflanzen – logisch irgendwie, wenn man schon mal ein Gemüsebeet in echt gesehen hat. Das führt uns dann aber zum Schweinchen des Spiels. Dieses füttert man mit Würfeln, die man nicht verwenden kann und kann so Sonderfähigkeiten freischalten, die es dem Spieler erlauben, Gemüse auch an anderen Stellen im Beet zu pflanzen.
Der am Ende der Runde übrig gebliebene Würfel gibt an, welche Nachfrage auf dem Gemüsemarkt nicht erfüllt werden konnte und steigert den Wert dieser Gemüseart. Dies bestimmt am Ende des Spiels, wie viele Punkte man pro gepflanztem Gemüse einer Art bekommt. Bonuspunkte gibt es zudem für einen möglichst lückenlos zugepflanzten Garten und ein sattgefressenes Schweinchen.
Mit dabei sind auch gleich erweiterte Regeln, bei denen mehr Ferkelfähigkeiten zur Verfügung stehen. Weiterhin kann es bei der Nutzung der erweiterten Regeln passieren, dass eine bestimmte Gemüseart am Spielende gar keine Punkte bringt. Und schlussendlich gibt es Bonuspunkte für den Spieler mit der Mehrheit bei einer Gemüseart.
Startspielermarker von Würfelgemüse
Das alles klingt für mich nach einem netten Füller und passt für mich in die Kategorie der Würfelspiele rund um Noch mal und ähnliche Spiele. Für mich sind das die perfekten Lunchgames, die man mal mit ein paar Kollegen nach dem Mittagessen spielen kann. Oder natürlich als Auftakt oder Absacker beim großen Spieleabend. Ich bin wirklich gespannt drauf, wie das Spielgefühl bei Würfelgemüse ist und wie viele taktische Möglichkeiten man hier am Ende wirklich hat. Dass es zwei Arten von Regeln (Basisregeln und erweiterte Regeln) gibt, begrüße ich sehr, so öffnet das die Möglichkeit in einer Erwachsenenrunde etwas mehr Pfeffer reinzubringen, als in einer gemischten RUnde mit Kindern unter 10 Jahren, denn das Spiel soll schon für Achtjährige taugen. Zu meinen persönlichen Eindrücken zum Spiel dann hoffentlich in Kürze mehr…
Was bei Würfelgemüse dabei ist
Würfellastiger Schachtelinhalt
Das Spiel besteht aus dem typischen Material eines kleinen Würfelspiels. Würfelgemüse kommt mit neun farbigen Standardwürfeln, zwei Blöcken für das Basisspiel und das erweiterte Spiel sowie vier Bleistiften daher. Dazu kommt ein Schweinchen Startspielermarker, der dem von No Siesta! zur Ehre gereicht (ein Verbesserungsziel, das bereits erreicht wurde).
Das Spiel soll bis März bereits eingedeutscht sein und an die Unterstützer versendet werden. da das Spiel im Wesentlichen sprachneutral ist, sollte das auch gut erreicht werden können.
Vielleicht kennt der ein oder andere A4 Quest ja bereits. Zielsetzung dieser Mini Adventures ist es, ein komplettes kleines Abenteuer auf einer Seite abzubilden. Es hat sich bereits eine große Community rund um diese tolle Idee gebildet und es wurde schon einiges an Fan Content entwickelt. Bisher war A4 Quest nur als Print&Play verfügbar. Bisher… Nun hat sich Board and Dice dieser Idee angenommen und gemeinsam mit den Designern von A4 Quest die Reihe weiterentwickelt. Im Januar/Februar dieses Jahres soll dann auch die entsprechende Kickstarter Kampagne online gehen. Dabei wird es sich weiterhin um ein Print&Play-Konzept handeln, das Board and Dice sehr innovativ umgesetzt hat.
Page Quest – Legacy Print&Play Konzept mit Fortsetzungspotenzial
Zu Umsetzung der Idee wurde das Konzept Page Quest entwickelt, das die Spieler über einen Zeitraum von 6 Monaten mit einer einzigartigen Story unterhalten will. Monatlich erhalten alle Page Quest Abonnenten neue digitale Inhalte wie Abenteuer (Quests), Schätze mit neuen Begleitern und Helden sowie Umschläge mit der jeweiligen Story. Der Gag ist dabei nämlich, dass es sich bei Page Quest um eine Art Legacy-Spiel handeln soll, das nicht einfach geradlinig verläuft, sondern auch von den zuvor getroffenen Entscheidungen abhängt. Am Ende hat man dann „seine Story“ gespielt. Der Zusatz „Season I“ lässt zudem vermuten, dass es mehr als nur einen Teil gibt. wer Angst hat, dass er bei diesem Do-it-yourself-Spiel selber schneiden und basteln muss, den kann ich beruhigen, denn Board and Dice hat das Konzept so beibehalten, dass man wirklich nur eine Seite ausdruckt, die dann direkt bespielt werden kann.
Bilder vom Playtesting
In der Kampagne soll genug Geld eingesammelt werden, um vier komplette Bestandteile für die Story zu entwickeln, die die Spieler dann über einen Zeitraum von 6 Monaten beschäftigen sollen. Zusätzlich gibt es natürlich auch Stretchgoals, die das Spiel deutlich ausbauen sollen, so dass die Inhalte dann für neuen Monate Spielspaß sorgen. Zudem gibt es die Möglichkeit eine komplett fertig gedruckte Version von A4 Quest zu bekommen.
Ich bin auf jeden Fall megagespannt auf das Konzept und als Solo-Spieler werde ich mir das natürlich dann auch ansehen. Wer sich A4 Quest schon heute ansehen will, kann dies auf der Boardgamegeek-Seite tun und sich mal einarbeiten.
Inhalt der Kickstarter Kampagne zu Page Quest von Board and Dice
Kickstarter ist für eine für Brettspiele enorm wichtige Marketingplattform geworden. Nur so ist es zu erklären, warum die Spiele von immer mehr renommierten Autoren auch dort vorab vorgestellt werden und um eine Vorab-Finanzierung gebuhlt wird. Michael Schacht ist als Autor von Zooloretto und seinem kartenbasierten Vorläufer Coloretto wohl den meisten Spielern ein Begriff und auch so mancher Wenig-Spieler dürfte das ein oder andere Spiel von ihm kennen. Mit Spirits of the Forest lanciert der Verlag Thundergryph nun auch ein Spiel von Michael Schacht auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter.
Spirits of the Forest ist dabei keine 100%ige Neuerfindung, sondern vielmehr eine überarbeitete Version eines früheren Werkes von Michael Schacht. Es basiert auf dem Klassiker Richelieu, das wiederum eine Neuauflage der Kartenspielversion von Kardinal und König war. Beide Versionen folgen wie auch die neueste Iteration des Spiels dem Set-Collection-Mechanismus, also eine Art Sammel-Spiel, bei dem man am Ende möglichst viele gleiche Kartentypen besitzen möchte.
Spirits of the Forest trägt die Idee der alten Spiele in einem neuen und frischen Gewand vor. Dazu gewandet sich das Spiel in eine fernöstliche Optik mit einer tollen Ausstattung. Das ganze Aussehen hat es mir, man merkt es kaum, wirklich angetan. Auch das Spielprinzip, einigen aus Richelieu eben bereits bekannt, ist dabei einfach aber elegant.
Der Spielablauf von Spirits of the Forest
In der Spieltischmitte werden 48 Karten ausgelegt und bilden ein 4×12 Karten großes Feld. Kleiner Einschub: Die „Karten“ sind in der Deluxe-Edition übrigens eher Plättchen und aus Holz gefertigt – klingt echt gut, hoffentlich auch gut gefertigt. Zusätzlich werden acht Bonus-Plättchen ausgelegt. Die Spieler wählen nun entweder eine Karte mit zwei Symbolen (sog. „Spirits“) oder zwei Karten derselben Farbe mit je nur einem Zeichen darauf. Die gewählten Karten müssen jedoch von einer der beiden Stirnseiten stammen. Es stehen demnach stets acht Karten zur Auswahl. Die so gesammelten Karten werden in Sets vor den Spielern ausgelegt, so dass alle anderen Spieler sie sehen können. Eventuell ergatterte Bonus-Plättchen bleiben geheim. Als zweite Aktion in einem Spielzug können die Spieler einen ihrer beiden Edelsteine auf einer Karte legen, um diese zu reservieren. Die Karte kann zwar später dennoch von einem anderen Spieler gemopst werden, dieser muss dann jedoch einen seiner Edelsteine für immer abgeben, der reservierende Spieler erhält seinen Stein zurück. Und genau hier liegt das Salz in der Suppe. Durch das geschickte Platzieren der Edelsteine, kann ich mir einen Vorteil verschaffen oder einen anderen Spieler „zwingen“, dass er sich von einem seiner Steine trennt, um die fehlende Karte zu bekommen. Am Ende geht es nämlich noch mal harsch zu. Es bekommt nur der Spieler die Punkte einer Kartenart, der die meisten Karten hat. Andere Spieler gehen komplett leer aus. Die Bonus-Plättchen zeigen zusätzliche Symbole und liefern das eventuell letzte fehlende Symbol. Spieler die keine Symbole der gerade zu wertenden Art vorweisen können, müssen mit drei Minuspunkten zurechtkommen.
Alles in allem also ein abstraktes Spiel mit einer tollen Optik und das zu einem fairen Preis (ab 12 Euro). Natürlich gibt es eine ganze Reihe weitere Unterstützungsstufen und zahlreiche Stretchgoals sowie Add-ons, mit dem man das Spiel dann in unglaubliche preisliche Höhen treiben kann.
Das Spiel eignet sich für bis zu vier Spieler und weist auch einen Solo-Modus auf 8den werde ich mir dann natürlich in einer Solisten-Folge mal anschauen). 14 Jahre sollten die Mitspieler alt sein und die Spieldauer liegt bei etwa 20 Minuten. Noch bis Ende Januar kann man das Projekt unterstützen.
Vor Kurzem kündigte Jamey Stegmaier die dritte und letzte große Erweiterung für seinen weltweiten Brettspiel-Hit Scythe an. Nun stehen Story und Details wie versprochen fest.
Der Titel der Erweiterung ist Scythe: The Rise of Fenris ist laut Jamey’s Aussage die dritte und letzte Erweiterung. Ich denke man kann sich auf sein Wort verlassen.
Die Story:
Imperien sind nach dem Großen Krieg entstanden und zerfallen. Europa steht vor einer neuen Ära. Die Wirtschaft ist robust, die Moral hoch und die Verteidigung stark. Es gibt Berichte von den Grenzen über merkwürdige Soldaten mit leuchtenden Augen, die scheinbar jedoch keine Bedrohung darstellen. Was mag da auf uns zukommen?
Der Inhalt
Mit der dritten Erweiterung gibt es zwei verschiedene Optionen, um Scythe zu erweitern.
Vorläufiges Box-Design von Scythe: The Rise of Fenris
Erstens ein Kampagnenmodus über acht Spiele, der die Story von Scythe fortführen und vollenden soll. Dabei gibt es überraschende Wendungen, freizuschaltende Inhalte und Elemente, die bestehen bleiben. Die Kampagne ist wiederspielbar und kann komplett zurückgesetzt werden.
Zusätzlich gibt es elf Module, die in verschiedensten Kombinationen genutzt werden können und die voll kompatibel mit den bestehenden Erweiterungen von Scythe sein sollen.
Die exakte Ausgestaltung bleibt zunächst noch geheim, da einige Elemente in kleinen Kästchen geheim verpackt sind. Ein Element, das man ja aus Charterstone kennt. Die Erweiterung beinhaltet ein Episodenbuch, 13 Miniaturen, 62 Holz-Teile, 2 individuell gestaltete Würfel und mehr als 100 Pappteile.
Ich habe mir nach Charterstone fast schon gedacht, dass auch für Scythe ein storybasierter Modus eingeführt wird. Bin mal gespannt, wie sich das dann anfühlt und ob es sich nahtlos integriert. Legacy würde ich es nun nicht nennen wollen, aber es geht ein wenig in die Richtung.
Die Veröffentlichung erfolgt erst im dritten Quartal 2018, genug Zeit also, sich mit den ersten beiden Erweiterungen auszutoben.
Century – Die Gewürzstraße von Plan B Games war auch hierzulande einigermaßen erfolgreich. Kein Wunder, dass man dann nachlegt. So hat Plan B Games das nächste Spiel der Reihe angekündigt und in den Osten verlegt.
Century – Eastern Wonders stellt den zweiten Titel der Century Trilogie dar. Es soll nun weiter hinaus gehen in die Welt, um wertvollere Waren zu finden. Auf den Gewürzinseln wird man fündig und kann die wertvollsten und teuersten Gewürze handeln.
Ich versuche mal auf Basis der bekannten Information zusammenzufassen, um was es grob gehen wird:
Zunächst werden die einzelnen Märkte (Inseln) zufällig ausgelegt, so dass sich Netz aus vielen kleinen Inseln ergibt. Der Aufbau ist dabei variabel. Jeder Spieler erhält ein Spielertableau, das mit 20 Handelsposten bestückt wird. Dann erhalten alle Spieler Start-Ressourcen und starten mit ihrem Handelsboot auf einem der Teile.
In seinem Zug kann ein Spieler sein Boot auf ein angrenzendes Feld bewegen. Möchte er weiter als ein Feld fahren, zahlt er dafür mit der Abgabe von Gewürzen, welche er auf seiner Route hinterlässt. Endet der Zug des Spielers auf einem Markt-Teil mit einem Gewürz, kann der Spieler dieses aufnehmen. Endet er auf einem Teil mit einem anderen Händler, muss dieser zunächst bezahlt werden.
Nach der Bewegung kann man Ingwer ernten oder alternativ einen Handelsposten bauen. Die Kosten für letzteres betragen einen Gewürz-Stein je anderem Handelsposten, der sich bereits auf dem Markt-Teil befindet. Man nimmt immer den am weitesten links befindlichen Handelsposten von seinem Tableau. Ist eine Spalte ganz leer, erhält man eines der Bonusplättchen, die Gewürze, zusätzlichen Laderaum oder Punkte liefern. Zusätzlich kann man nun die Aktion des Markt-Teils nutzen, das man gerade bebaut hat. Erreicht ein Spieler mit seinem Boot einen Hafen, kann er die dort geforderten Waren abliefern und den entsprechenden Siegpunktemarker einheimsen. Nach dem Löschen der Ladung (und Einheimsen des Siegpunktemarkers) schließt der Hafen zunächst und wird erst wieder geöffnet, wenn ein anderer Hafen genutzt wurde. Das Spiel endet nachdem ein Spieler seinen vierten Siegpunktemarker eingesammelt hat.
Klingt nicht nach „Mehr vom Gleichen“, sondern vielmehr nach einem Ausbau der Serie und Fortführung der Geschichte. Dies wird umso klarer, wenn man weiß, dass man die beiden Spiele auch kombinieren kann. Das Ganze nennt sich dann „From Sand To Sea“ und kombiniert die Mechanismen beider Spiele miteinander. Ein Ansatz den ich sehr spannend finde. Das sieht man übrigens auch grafisch, denn die beiden Cover bilden ein zusammenhängendes Bild. Man darf auf diesen Kniff also gespannt sein und es handelt sich damit auch irgendwie um eine echte Fortsetzung. Ich hoffe, dass das dann mit dem dritten Teil auch so klappt, dann hätte man eine echte Spiele-Trilogie.
Zwei Cover, eine Geschichte
Erscheinen soll das Spiel am 13. Juni 2018 . Ja, so genau weiß man das schon, das ist nämlich der Eröffnungstag der Origins Games Fair in den USA.
Im Moment scheint das Thema Solospiele so richtig durch die Decke zu gehen. Immer mehr Verlage integrieren Solo-Modi in bestehende Spiele und es erscheinen auch immer mehr reine Solo-Spiele, auch wenn mit „Der Unterhändler“ gerade ein interessantes Solospiel von der Veröffentlichungsliste gestrichen wurde. Mit Blight Chronicles: Agent Decker kommt aber nun eines hinzu…
Der polnische Verlag Board&Dice hat nun angekündigt mit Blight Chronicles: Agent Decker ein story-basiertes Solospiel zu veröffentlichen, das verschiedene interessante Ansätze hat.
Es soll eine durchgängige Storyline besitzen und vielfältige Entscheidungen vom Spieler fordern. Die Story soll zudem auf unterschiedliche Weisen enden können, je nachdem, welche Entscheidungen im Spiel getroffen wurden. Weiterhin sollen die Entscheidungen großen Einfluss auf die Entwicklung von Story und Charakter haben. Und zu guter Letzt soll das Spiel auch eine Herausforderung für den Spieler darstellen, bei der man seine Taktik permanent überprüfen und ändern muss.
Worum geht es bei Blight Chronicles: Agent Decker?
Wie funktioniert Blight Chronicles: Agent Decker nun in etwa? Zu Beginn einer Mission erhält man zunächst ein Briefing. Jede Mission ist dabei in unterschiedliche Abschnitte unterteilt und jede Mission verfügt über ein eigenes Ziel. Wichtigste Eigenschaft ist es für den Agenten unentdeckt zu bleiben und sich nicht zu erkennen zu geben. Sollte er zu auffällig agieren, verliert man das Spiel. Das Kartendeck mit dem man das Spiel startet verändert sich durch Ausrüstung, die man erhält und Hindernisse, die man überwindet. Dabei muss man stets darauf bedacht sein, nicht zu auffällig zu agieren und wenig „Krach“ zu machen.
Klingt für mich sehr spannend und nach einer Art analogem Adventure Game. Ich hoffe, dass Blight Chronicles: Agent Decker auch auf Deutsch erscheint, denn ich könnte mir vorstellen, dass es hierfür eine große Fangemeinde im deutschsprachigen Raum gibt. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass die Umsetzung eines storylastigen Spiels natürlich für eine Übersetzung erheblichen Aufwand bedeutet. Da bereits Inbetween und Pocket Mars über die Spieleschmiede gelaufen sind, könnte man hier auch direkt über eine Partnerschaft nachdenken, um die Übersetzungen so gut wie möglich hinzubekommen.
Start auf Kickstarter ab März geplant
Ab März soll Blight Chronicles: Agent Decker dann auf Kickstarter live gehen und bis dahin wird man sicherlich noch das ein oder andere Detail erfahren. Leider gibt es im Moment nur den Teaser und noch keine Eindrücke vom Material. Bekannt sind nur die folgenden Ausstattungsmerlmale: fast 200 Karten, 14 Stage-Karten, ein Story-Buch und ein Playerboard. Ich bin mir aber sicher, dass im Rahmen der Kickstarter-Kampagne noch weitere Materialien dazu kommen könnten.
Und weiter geht es mit Neuheiten 2018. Bei CMON erscheint das ursprünglich bei Space Cowboys geplante Spiel Victorian Masterminds. Scheinbar hat CMON eine Vereinbarung mit Space Cowboys getroffen, die Veröffentlichung zu übernehmen.
Victorian Masterminds von Antoine Bauza und Eric M. Lang erscheint bei CMON (Cover nicht final)
In Victorian Masterminds übernehmen die Spieler die Rollen einiger der bösartigsten Köpfe der Geschichte. Durch das Verschwinden von Sherlock Holmes eröffnen sich Ihnen völlig neue Chancen im viktorianischen Europa. Spieler schicken ihre Handlanger in die europäischen Städte, nutzen ihre vielfältigen Fähigkeiten, sammeln Material für die Steampunk-inspirierten Apparate der Meister, zerstören Gebäude und erfüllen Missionen. Der Secret Service folgt dem Weg der Zerstörung. Jeder dieser bösen Meister ist dabei einzigartig gestaltet und erlaubt spezielle Aktionen, was zu einem sehr strategischen, asymmetrischen Gameplay führen soll. Hat einer der Meister seinen Apparat vollendet oder duldet der Secret Service die Schurkerei nicht länger, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
Victorian Masterminds von Antoine Bauza und Eric M. Lang erscheint bei CMON
Mit Antoine Bauza und Eric M. Lang, Director of Game Design bei CMON, haben zwei internationale Schwergewichte der Brettspielszene an Victorian Masterminds gearbeitet. Optisch schon mal wieder ein Kracher, auch wenn man nicht weiß, wer da nun mehr seine Finger im Spiel hatte, CMON oder Space Cowbys.
Das Spiel soll 2018 in die Läden kommen.
Hier noch ein Interview mit Eric M. Lang aus dem Jahr 2015 (!!!) zu dem damaligen Stand des Spiels…
Scythe gehört sicherlich zu einem der weltweit am meisten beachteten Spiele der letzten Jahre. So ist es kein Wunder, dass auch Erweiterungen zu solch einem erfolgreichen Spiel veröffentlicht werden.
Ich persönlich mag Scythe sehr. Einerseits wegen des eigentlich recht eingängigen Mechanismus, andererseits wegen der toll ausgearbeiteten Welt.
Die erste Erweiterung Invaders from afar war bereits bei Erscheinen des Grundspiels absehbar, da die beiden neuen Fraktionen bereits auf dem Spielplan mit entsprechenden Heimatregionen angelegt waren.
Die zweite Erweiterung The Wind Gambit fügte dem Spiel nun tatsächlich etwas neues hinzu. Eine Besonderheit der zweiten Erweiterung war, dass sie nicht von Jamey Stegmaier, sondern von einem Community Mitglied designt wurde. Kai Starck habe ich im Sommer dazu interviewt. Jede Fraktion erhält in der zweiten Erweiterung ein Luftschiff, mit dem sich Arbeiter über den Spielplan transportieren lassen. Dazu kommen dann noch ein paar kleinere Elemente, die das Spielende noch mal etwas beeinflussen.
Nun also die dritte Erweiterung – Titel noch offen. Bereits im Interview deutete Jamey Stegmaier an, dass da noch mal was kommt. Seit gestern haben wir Gewissheit. In 2018 erscheint die dritte und letzte Erweiterung für Scythe. In einer E-Mail an alle Backer der ersten Edition von Scythe schreibt Jamey:
„That’s why we’ve decided that the third expansion to Scythe will be the final expansion. It likely won’t be the final product, as we have a few other things in the works and some possible games set in the Scythe world. But we’ll be concluding the Scythe story in the third expansion.
The only details I’ve released about the third expansion are (a) that the box is the size of the first two expansion boxes put together and (b) we’ll be announcing the name and box art in our January 1 e-newsletter.“
In Kürze wissen wir also mehr. Sicher ist nur, dass die Erweiterung etwas größer ausfallen wird, denn wenn die Box so groß ist, wie die beiden ersten zusammen, dann muss schon ordentlich Inhalt drin sein. Definitiv ist jedoch, dass es die letzte Erweiterung für Scythe sein wird. Gleichzeitig scheinen aber auch noch ein paar andere Ideen zu existieren, die sich um neue Spiele in der Welt von Scythe drehen. Das klingt auf jeden Fall interessant. Scythe als Karten- oder Würfelspiel? Ersteres wäre zumindest mal eine spannende Idee. Die Fraktionen von Scythe bieten dafür ausreichend Möglichkeiten…
Damit wir schon heute neugierig auf Anfang Januar schielen, hat Jamey einen Teaser auf die dritte Erweiterung angefügt. Ein Bild, das schon einen Hinweis auf den Inhalt der Erweiterung geben soll (Das Bild stammt übrigens aus The Wind Gambit).
Teaser zur dritten Erweiterung von Scythe
So, nun bitte ich um Ideen…was erwartet uns?! Meine Vermutung: Es hat mit den im Hintergrund befindlichen dampfenden Exo-Skeletten zu tun…
Auf Basis des 2017 erschienen und sehr erfolgreichen kartenbasierten Lost Expedition bringt Osprey Games in 2018 eine Variante in einem komplett anderen Universum – der Welt von Judge Dredd.
Schon Lost Expedition konnte mich wirklich überzeugen und wirkte wie ein lebendig gewordener Tim und Struppi Comic. Das Gefühl in eine Comicwelt abzutauchen, ist bei Lost Expedition auf jeden Fall vorhanden. Die Welt von Judge Dredd in ihrer Dystopie eröffnet aus meiner Sicht noch mal ganz neue Möglichkeiten und bei ähnlichem Kartenformat kann sicherlich auch einiges an Stimmung über die Grafik transportiert werden. Dazu soll es noch ein paar neue Mechanismen geben, aber eher Evolution als Revolution denke ich.
Ich hatte nie darüber nachgedacht wie gut sich Lost Expedition eigentlich als System auch für andere Welten eignen würde. Nun scheinen mir die Möglichkeiten endlos zu sein!
Ich freue mich wirklich sehr auf diese Neuheit. Das erste Bild sieht schon mal fantastisch aus und lässt Großes für den Rest der Karten erwarten…