Category: Rezensionen

Februar 15th, 2026 by Dirk
Lesezeit: < 1 Minute

Crowdfunding ist ein Phänomen, das die Brettspielwelt in den letzten 15 (?) Jahren fundamental verändert hat. Vom Nischen-Experiment für Enthusiasten bis zur dominierenden Finanzierungsform und relevanten Marketinginstrument.

In der zweiten Folge unseres Gesprächs-Formats Beyond The Table widmen wir uns genau diesem Phänomen: Gemeinsam mit Uli Blennemann von Spielworxx blicke ich auf den aktuellen Status des Crowdfunding-Ökosystems in der Brettspielbranche.


Warum Crowdfunding heute mehr ist als nur Geld sammeln

Crowdfunding begann als Plattform für kreative Ideen, bei denen die Unterstützer direkt Teil der Entstehung wurden. Heute dagegen dominieren globale Kampagnen, sechs- bis siebenstellige Summen sind keine Seltenheit mehr und selbst etablierte Verlage setzen zum Teil ausschließlich auf Kickstarter & Co.

Uli und ich richten den Blick nicht auf die Zahlen, sondern vor allem auf das, was diese Form der Finanzierung für die Menschen bedeutet, die Spiele entwickeln, produzieren und dann (irgendwann) spielen.


Die zweite Folge von Beyond The Table ist ab sofort überall verfügbar, wo es Podcasts gibt. In diesem Format sprechen wir nicht über ein einzelnes Spiel, sondern über den Kontext, die Mechanismen und die Menschen dahinter.

👇 Hier direkt anhören – deine Gedanken und Fragen sind uns wie immer willkommen.

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Februar 13th, 2026 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Beyond the Deckers of the Horizons

Das Jahr 2026 ist schon eine zeitlang angebrochen, also ist es höchste Zeit, die Brettspiel-Notizen der letzten Monate zu ordnen. Das vergangene Jahr 2025 war ein echtes Brettspiel-Feuerwerk, und auch der Januar hat bereits einige spannende Titel auf den Tisch gebracht – Umzugskisten und Grippe hin oder her.

Ein Rückblick: Was 2025 hängen blieb

Besonders ein kleiner Titel hat sich zum Dauerbrenner vor allem für unter der Woche entwickelt: Ein Kartenspiel, das zugänglich und gleichzeitig belohnend ist. Es kam fast jedes Mal auf den Tisch kam, wenn die Zeit knapp war. Hätte ich nicht gedacht als ich das Spiel das erste Mal gesehen habe.

Auf der komplexeren Seite hat uns vor allem der Tee-Anbau und ein Ausflug ins alte Ägypten beschäftigt. Ein echtes Highlight war jedoch ein Schwergewicht von Stefan Feld. Wer vor dem opulenten Material anfangs zurückgeschreckt ist, darf aufatmen: Es ist gar nicht so „monströs“, wie es aussieht – vor allem, wenn man weiß, wie man die Würfelergebnisse zu seinem Vorteil manipuliert.

Frischer Wind im Januar

Der Start ins neue Jahr war geprägt von rasanten Echtzeit-Partien und taktischen Hacker-Angriffen. Habt ihr schon mal versucht, unter Zeitdruck eine Titelseite für eine Zeitung zu layouten? Es ist stressig, es ist chaotisch, aber es fängt das Thema einfach perfekt ein.

Aber hört am besten selber rein. 🙂


Die im Podcast erwähnten Spiele im Überblick:

  • Castle Combo (Der Dauerbrenner 2025)
  • Tea Garden (Tee-Anbau mit Deckbuilding)
  • Men Nefer (Klassisches Euro-Game im alten Ägypten)
  • Civolution (Das expertige Experten-Highlight von Stefan Feld)
  • Cities
  • Tower Up
  • Viticulture (Der Klassiker an Silvester)
  • Railroad Tiles (Die Legespiel-Variante von Railroad Ink)
  • Druckfrisch / Fit to Print (Hektik in der Zeitungsredaktion)
  • Rebirth (Wiederaufbau in Schottland und Irland)
  • Deckers (Knallhartes Hacker-Coop)
  • Compile (KI-Duell für zwei Personen)
  • Cultivo (Marktmechanismus im 90er-Look)
  • Beyond the Horizon (Zivilisations-Aufbau)

Was waren eure Highlights im letzten Jahr und was habt ihr im Januar schon alles ausprobiert? Schreibt es uns gerne im Discord oder per Mail!

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Cover für das Review des Spiels Cryptic Nature. Man sieht die Spielschachtel und schattiert im Hintergrund eine Spielszene
Januar 26th, 2026 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten

Willkommen zur Jagd auf das Unerklärliche!

Du bist ein erfahrener Kryptozoologe, immer auf der Spur legendärer Kreaturen, die sich meisterhaft vor der Menschheit verbergen. Dein Ziel? Spüre sie auf, sammle Beweise und bringe sie in ein sicheres Habitat – entweder in dein eigenes Wildschutzgebiet oder in die Obhut von Umweltorganisationen. Wer am meisten Ruhm (a.k.a. Punkte) sammelt, wird zur Koryphäe der Kryptozoologie!

Spielablauf

Das Spiel läuft in Runden mit zwei Phasen:

Kryptozoologen-Phase

  • Reise durch Europa, sammle Beweise und spüre Kryptide auf.
  • Hast du alle nötigen Hinweise, kannst du das Tier sicher fangen. Fehlt dir etwas, kannst du dein Glück mit Würfeln versuchen.
  • Gefangene Kryptide müssen in eine sichere Umgebung umgesiedelt werden – ins Schutzgebiet oder durch spezielle Aufträge.
Die geretteten Kryptiden.

Assistenten-Phase

  • Nutze deinen Assistenten klug, um Ressourcen zu sammeln, neue Fähigkeiten zu erlernen oder die Zugreihenfolge zu beeinflussen.
  • Platziere neue Terrainplättchen im Schutzgebiet, damit deine Kryptide dort ein Zuhause finden können.

Das große Kryptid-Puzzle – Wie die Tiere in das Schutzgebiet kommen

Sobald du ein Kryptid gefunden hast, kannst du es umgesiedeln – vorausgesetzt, das Schutzgebiet bietet einen passenden Lebensraum! Hier kommt der Puzzle-Part ins Spiel:

  • Jedes Kryptid hat eine bestimmte Form und Farbe (Wasser = Blau, Wald = Grün, Gebirge = Braun).
  • Um das Tier in das Schutzgebiet zu setzen, muss es vollständig auf passenden Terrainplättchen platziert werden.
  • Manche Kryptide haben besondere Anforderungen, z. B. dass sie mehrere Geländetypen überdecken oder nur auf unberührtem Land siedeln dürfen.
  • Du kannst dein Plättchen drehen, aber nicht überlappend oder falschfarbig platzieren.
  • Manche Geländefelder enthalten Symbole – wenn du diese überbaust, bekommst du Sofortboni wie Geld oder Erfahrungspunkte.
Hier werden Kryptide gepuzzelt.

Da das Schutzgebiet sich erst nach und nach entwickelt, musst du vorausschauend planen, wo du welche Tiere unterbringst. Platz ist begrenzt, also überlege gut, ob du erst Gelände ausbaust oder sofort Tiere ansiedelst!

Spielende & Sieg

Sobald kein Platz mehr für neue Geländeplättchen ist, wird die Runde zu Ende gespielt und es folgt eine letzte Runde. Dann wird abgerechnet: Wer die meisten Kryptide gefangen und sinnvoll umgesiedelt hat, sowie mit Aufträgen und Boni punkten konnte, gewinnt!

Solo gegen den Wilderer.

Solo-Modus – Das Duell mit dem Wilderer

Falls du dich allein in die Wildnis wagst, bekommst du es mit einem skrupellosen Wilderer zu tun. Der jagt Kryptide für dunkle Geschäfte und kann dir deine Funde vor der Nase wegschnappen. Du musst schneller sein und deine Tiere rechtzeitig in Sicherheit bringen – sonst sind sie für immer verloren!

Fazit

Cryptic Nature ist ein echter Remix aus vielen verschiedenen Spielmechaniken. Überraschend für ein eher klassisches Spielprinzip ist das zusätzliche Einfügen eines Puzzle Elements. Das erinnerte mich ein wenig an ein „Fest für Odin“, in dem das Puzzleelement ja auch nicht so ganz thematisch war. Aber leider bleibt der Spielablauf auch im Verlauf eines Spiels immer etwas zu kompliziert. Ohne das – durchaus gut gestaltete – Beiblatt gelang es uns kaum alle Schritte der einzelnen Phasen einzuhalten. Die 90 Minuten zu viert waren auch kaum einzuhalten und lassen sich wohl nur bei sehr flotter Spielweise erreichen. Laufen und einsammeln, das fühlte sich für uns zu sehr nach Pick-up and deliver an und konnte mechanisch nicht überzeugen, auch wenn es thematisch natürlich passend war.

Was uns allen allerdings gut gefallen hat war die Gestaltung der Karten mit den Kryptiden und die Texte dazu. Da ist sehr viel Herzblut eingeflossen und ein wenig mehr Feinschliff hätte dem unnötigen komplizierten Ablauf sicherlich gut getan.

Insgesamt ein Spiel mit einem ungewöhnlichen Thema, das toll ausgearbeitet wurde, aber vom Spielablauf leider nicht ganz überzeugen konnte. Schade, denn hier hatte ich mir mehr versprochen. Aber vielleicht braucht es ja die Erweiterungen, um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben.

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Rahmendaten

Autoren: Georgij ShugolAlexander KrysOleg Meleshin
Illustration: Evgeny ShvenkVictor Zaburdaev
Verlag: IDventure
Spieldauer: ca. 90 Minuten (eher mehr)
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

Link zu Boardgamegeekhttps://boardgamegeek.com/boardgame/383725/cryptic-nature

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Oktober 24th, 2025 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Der zweite Tag auf der SPIEL 2025 in Essen ist vorbei – und wie immer war er geprägt von Eindrücken, Gesprächen und natürlich: jede Menge Brettspielen. Schon früh herrschte dichtes Gedränge in den Hallen. Schon komisch, dass es uns heute trotz der eigentlich gleichen Besuchernazhal deutlich voller vorkam. Immerhin war das Wetter deutlich besser, wenn auch deutlich kühler.

Auch heute habe ich wieder einige Stunden am Stand von Board Game Circus verbracht. Dort habe ich nicht nur mit angepackt, sondern auch viele spannende Gespräche geführt und mitbekommen, wie interessiert das Publikum auf die neuen Brettspiel-Neuheiten 2025 reagiert. Genau diese direkte Verbindung zwischen Verlagen und Spielenden macht die SPIEL für mich immer wieder so besonders.

Natürlich wurde auch gespielt – was wäre die SPIEL ohne das? Drei Titel standen heute für mich auf dem Tisch:

  • Tal der Gnome überzeugte mit seinem charmanten Design und einer stimmigen Spielmechanik

  • Coming of Age konnte mich dagegen nicht so ganz abholen – manchmal passt es einfach nicht

  • Azul Duel, die neue Zweispieler-Variante aus dem beliebten Azul-Universum, war dafür ein echter Hingucker: schnell, taktisch und ideal für eine flotte Partie zwischendurch

15 Jahre Spielworxx – Jubiläum mit Herz und Geschichte

Am Abend stand dann ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: 15 Jahre Spielworxx. Uli Blennemann hatte zur Feier geladen, und viele bekannte Gesichter aus der Brettspielszene waren gekommen. In entspannter Atmosphäre wurde angestoßen, gelacht und natürlich über Spiele gesprochen.

Es war ein schöner Abschluss eines langen Messetages – und ein Moment, der zeigt, wie lebendig und herzlich die Szene ist. Zwischen Verlagsgeschichten, alten Anekdoten und neuen Ideen war spürbar, dass Brettspiele mehr sind als nur Produkte – sie sind Leidenschaft und Gemeinschaft.

Fazit: Ein langer, lohnenswerter Messetag in Essen

Nach zwei intensiven Tagen auf der SPIEL 2025 bin ich zwar müde, aber voller positiver Eindrücke. Tal der Gnome, Coming of Age und Azul Duel waren spannende Stationen, aber die vielen Begegnungen, Gespräche und Momente dazwischen bleiben mindestens genauso hängen.

Morgen steht für mich schon der letzte Tag an – mit hoffentlich noch ein paar Überraschungen, bevor sich die Hallen der SPIEL Essen wieder leeren und wir uns auf ein weiteres großartiges Brettspieljahr freuen können.

Wie immer habe ich meine Eindrücke als kurzen Podcast festgehalten. Hört gerne rein!

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Oktober 24th, 2025 by Dirk
Lesezeit: < 1 Minute

Der erste Tag auf der SPIEL 2025 in Essen liegt hinter mir – und wie jedes Jahr war es ein wilder Mix aus Vorfreude, Neugier und dem unverwechselbaren Messegefühl. Schon beim Betreten der Hallen war klar: Die Szene lebt, die Tische sind voll, die Gespräche laut – und der Kopf nach wenigen Stunden randvoll mit Eindrücken.

Gemeinsam mit Sascha von Brettspielangebote.de war ich heute unterwegs, um Neuheiten zu entdecken, alte Bekannte zu treffen und die Atmosphäre einzufangen. Natürlich haben wir auch ein paar Spiele ausprobiert – unter anderem Dirt & Dust, Baghdad und Pondscape (dt. Froschreich) – aber wie immer geht es am ersten Tag weniger um tiefgehende Analysen, sondern darum, die Messe aufzusaugen.

Ein Teil des Tages führte mich außerdem an den Stand von Board Game Circus, wo ich selbst ein wenig tätig war und Mythwind erläutern konnte. Es ist immer wieder schön, so direkt im Messegeschehen zu stehen und zu sehen, wie Besucher*innen auf neue Titel reagieren.

Darüber hinaus hatte ich auch einen Pressetermin bei Schmidt Spiele, bei dem einige kommende Titel vorgestellt wurden. Insbesondere Kavango kann ich hier schon mal hervorheben, das mich bereits letztes Jahr begeistern konnte – damals noch in der englischen Originalversion.

Apropos Podcast: Meine frischen Eindrücke vom ersten Messetag habe ich natürlich direkt eingesprochen. In einer kurzen Folge erzähle ich, was mich heute besonders begeistert hat, wie die Stimmung in den Hallen war und welche Highlights mir im Gedächtnis geblieben sind. Aber auch über ein paar Probleme bei der Besucherführung durch die Messe müssen wir mal sprechen.

👉 Hier geht’s zur Podcastfolge

Der Auftakt war also rundum gelungen – viele neue Eindrücke, nette Gespräche und die Gewissheit: Diese vier Tage werden wieder viel zu schnell vergehen. Morgen geht’s weiter mit Tag 2 und sicher noch mehr spannenden Begegnungen und Spieleentdeckungen.

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Oktober 23rd, 2025 by Dirk
Lesezeit: < 1 Minute

In der neuen Folge des Würfelmagier Brettspiel Podcasts dreht sich alles um ein Thema, das jede Brettspielerin und jeder Brettspieler kennt: Wie bekomme ich endlich Ordnung in meine Brettspielschachtel?
Die Lösung heißt: Brettspiel-Inserts – also clevere Einlagen, die Karten, Würfel, Token und Miniaturen ordentlich sortieren, schützen und den Aufbau deutlich vereinfachen.

Zu Gast sind diesmal Dani und Holger von Eurohell Design, einem deutschen Hersteller für hochwertiges Brettspiel-Zubehör, der sich auf 3D-gedruckte Inserts spezialisiert hat. Gegründet wurde das Unternehmen 2020 – aus ihrer Leidenschaft für Brettspiele, für Technik und präzises industrielles Design.

Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie mit ein paar 3D-Druckern und einer großen Portion Begeisterung gestartet sind – und wie daraus ein professionelles Unternehmen mit eigenem Team und treuer Community wurde. Wir sprechen darüber, wie ein Insert entsteht – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt –, warum sie auf nachhaltige Materialien wie PLA setzen und wie wichtig der Austausch mit der Community für ihre Arbeit ist.

Außerdem verraten Dani und Holger, wie sie ihren Lifetime-Ersatzteilservice umsetzen, was ihnen an Messen wie der SPIEL in Essen besonders wichtig ist und welche Projekte sie als Nächstes angehen wollen.

Wenn du also wissen willst, was hinter den Kulissen von Eurohell Design passiert, wie 3D-Druck und Leidenschaft für Brettspiele zusammenfinden und warum ein gutes Inlay das Spielerlebnis wirklich verändern kann – dann hör unbedingt rein!

🎧 Jetzt reinhören


📍 Mehr über Eurohell Design: https://eurohell-design.de

 

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August 19th, 2025 by Dirk
Lesezeit: 5 Minuten

Willkommen in der gefährlichsten Ecke New Yorks! Ihr schlüpft in die Rollen von Helden, die den Präsidenten, seine brisante Aktentasche und eine Brückenskizze suchen, um aus diesem Irrenhaus zu entkommen. Teamwork? Könnt ihr machen. Aber wer clever genug ist, kann sich auch alleine aus dem Staub machen.

Was macht man in Die Klapperschlange?

Ihr jagt durch Straßenschluchten, plündert, kämpft gegen Gefangene und versucht, den Gangs des Duke zu entkommen. Nebenbei läuft die Uhr gnadenlos runter. Das Ziel: Raus aus der Stadt, bevor alles hochgeht – oder euch die Feinde in die Finger kriegen! Ganz wie im 80er Jahre Kultfilm.

Ich versuche den Spielablauf zu skizzieren, es gibt aber noch ein paar Details darüber hinaus zu beachten. Ganz wichtig sind die möglichen Siegbedingungen. Entweder ihr gewinnt gemeinsam: Ihr findet den Präsidenten, die Aktentasche und eine Brückenskizze und flieht sicher über die Brücke. Oder ihr wagt den Alleingang, erreicht Level 3, erfüllt eure persönliche Ziele und haut ab. Somit läuft Die Klapperschlange unter dem Label semi-kooperativ. Alles ist also möglich … 😉

Orte entdecken, Gangs bekämpfen, Zeugs einsammeln…

Das Spiel läuft in Runden ab, die sich wiederum in zwei Phasen aufteilen, die immer abwechselnd gespielt werden: Heldenphase und New-York-Phase.

Heldenphase – Deine Zeit, zu glänzen (oder einfach überleben):

Hier dreht sich alles um deinen Helden. Du kannst dich bewegen, kämpfen, plündern und versuchen, die Stadt ein Stück weiter zu durchqueren. Der Ablauf sieht so aus:

1. Timer zurücksetzen (optional): Wenn dir die Aktionskarten ausgehen, kannst du ein Timerplättchen aufdecken, um alle abgeworfenen Karten zurück auf die Hand zu nehmen. Aber Vorsicht: Der Timer läuft ab, und jedes Plättchen bringt New York einem Sieg näher!

2. Zwei Karten ausspielen: Wähle aus deiner Hand zwei Aktionskarten und lege sie verdeckt ab. Diese Karten bestimmen, was dein Held in diesem Zug unternimmt.

Jeder Charakter hat ein eigenes Spieltableau.

3. Erste Karte ausführen: Deck die erste Karte auf und führe sie komplett aus. Ob das ein Angriff ist, eine Bewegung oder ein cleverer Trick – jede Karte zählt.

4. Zweite Karte ausführen: Jetzt ist die zweite Karte dran. Auch sie wird vollständig abgehandelt. Manche Aktionen können dir Vorteile verschaffen, während andere nur das Chaos in der Stadt verstärken (zum Beispiel Lärm!).

5. Zusätzliche Bewegung: Wenn du ein Auto hast, kannst du dich nach den Aktionen noch zusätzlich bewegen. Das Taxi oder andere fahrbare Untersätze sind echte Lebensretter!

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6. Lärm erzeugen: Deine Aktionen bleiben nicht unbemerkt – jede Karte kann Lärm verursachen. Je mehr Krach du machst, desto mehr zieht die Stadt die Aufmerksamkeit auf sich.

7. Feindlichen Schaden erleiden: Gegner in Reichweite teilen kräftig aus. Für jeden Treffer musst du eine Aktionskarte abwerfen – und ohne Karten bist du schneller erledigt, als dir lieb ist.

8. Aufleveln: Hast du die Bedingungen auf deinem aktuellen Level erfüllt (z. B. Gegner besiegt oder Gegenstände geopfert), kannst du aufsteigen. Jeder Level bringt dir mächtige neue Fähigkeiten – und die Chance auf einen Solo-Sieg!

9. Gebäude aktivieren: Befindest du dich auf einem Ort mit einem Gebäude (z. B. Bücherei), kannst du dessen speziellen Effekt nutzen. Gebäude sind deine Freunde, also überleg gut, wie du sie einsetzen willst!

Überblick über das Material des Grundspiels.

New-York-Phase – Die Stadt schlägt zurück:

Jetzt übernimmt die Stadt die Kontrolle. Die anderen Spieler agieren in dieser Phase im Namen von New York und versuchen, dir das Leben schwer zu machen:

1. Lärm verstärken: Die oberste Karte des “New York”-Decks wird abgeworfen, und der Lärmanzeiger rückt nach rechts. Je mehr Lärm, desto gefährlicher wird’s!

2. “New York”-Karte ausführen: Die nächste Karte gibt an, was die Stadt unternimmt – Feinde bewegen sich, Straßensperren tauchen auf, oder die Mission rückt ihrem Scheitern näher. Wenn du Glück hast, löst die Karte keinen Effekt aus – wenn doch, wird’s ungemütlich.

3. Feinde bewegen: Gefangene, Bosse und andere Gegner rücken auf dich zu. Sie haben eigene Regeln für Bewegung und Reichweite, und oft ist es besser, ihnen aus dem Weg zu gehen.

4. Missionsmarker und Timer: Wenn New York zu laut wird oder die Zeit knapp ist, bewegen sich Missionsmarker weiter Richtung Niederlage. Ist der Timer leer, heißt es: Game Over.

Tipp: Nutze deine Aktionen clever, bleib flexibel und plane voraus. In New York lauert hinter jeder Ecke die Gefahr – sei es ein Gegner oder ein Mitspieler mit zweifelhaften Absichten.

Wie Die Klapperschlange gefällt

Die Klapperschlange steht im Erbe klassischer Ameritrash-Spiele. Es gibt viele kleine Elemente zu beachten, der Spiebalauf an sich ist allerdings klar. Dennoch hat es eine ganze Zeit gedauert, bis wir richtig drin waren im Spiel. Und je länger das Spiel läuft desto mehr Elemente aus dem Film kann man entdecken. Und auch den semikooperativen Ansatz transportiert das Spiel gut. Man darf sich nie zu sicher sein, dass alle zusammenarbeiten. Man hat immer die „Angst“, dass einer der Mitspielenden ausbricht aus dem gemeinsamen Ziel. Und man wird dann auch durchaus misstrauisch, ob das was er oder sie da gerade tut tatsächlich hilfreich ist für das gemeinsame Ziel. Also arbeitet man auch immer ein wenig an seinem eigenen Ziel. Und wenn zufällig alles klappt, dann nichts wie ab durch die Mitte und raus aus New York City.

Der Aktionswahlmechanismus über die Karten hat uns wirklich gut gefallen und fordert hier und da doch die ein oder andere spannende Entscheidung. Außerdem muss ich mir natürlich gut überlegen, ob ich wirklich wieder meine Aktionskarten aufnehmen möchte, denn das beschleunigt ja den Timer wiederum. Anfangs erscheint das recht gemächlich, aber je länger das Spiel dauert, umso eher braucht man die eine spezifische Karte zurück und merkt dann, wie schnell die Zeit vergeht. Und ist die Zeit um, dann ist deine Zeit um…

Gut fanden wir auch die Mechanik mit dem Lärm. Das kennt man ja auch aus anderen Spielen. Gewisse Aktionen verursachen Lärm und können irgendwann die Aufmerksamkeit auf euch lenken. Das will man nicht unbedingt und sollte daher immer im Blick behalten, wie es um den Lärmanzeiger bestellt ist.

Cool sind auch die Gebäude. Die sind so ja auch im Film zu finden und ermöglichen es dir, interessante Dinge auszuführen, die dich oder euch dem Ziel näherbringen – raus aus New York.

Natürlich muss bei Die Klapperschlange auch gekämpft werden gegen die Banden und die Bosse. Und es gibt einen Countdown, der einen immer auf Trab hält keine Zeit zu verlieren. Die Kämpfe laufen in der Regel recht easy ab und erfordern keine ewigen Würfel- und Tabellenschlachten. Um die Bosse auszuschalten sollte man schon ein wenig Anlauf nehmen und das in einer konstertierten Aktion machen. Dennoch brauchen gerade die ersten Auseinandersetzungen etwas mehr Zeit, das gibt sich aber schnell. Man sollte die Banden und die Gefangenen immer gut im Blick behalten. Ihre Wege kann man ganz gut erahnen und so ggf. eine taktische Position einnehmen. 

Der Spielablauf mit den zwei Phasen und den vielen Unteraktionen in den jeweiligen Phasen ist manchmal etwas schwerfällig und ohne die Spielhilfe geht es eigentlich nicht. Das ist aber auch wiederum irgendwie typisch für diese Art von Spiel. UNs war das insgesamt ein wenig zu viel Micromanagement und am Ende hat man dann manchmal auch gar nicht viel gemacht im eigenen Spielzug, musste dann aber viele kleine Buchhaltungsschritte machen.

Für wen ist nun Die Klapperschlange gemacht? Definitiv für alle Fans des Films. Denn alles im Spiel transportiert den Film wirklich gut. Auch alle Fans der sogenannten Ameritrash Spiele kommen auf ihre Kosten. Auch wenn das Spiel nicht kompliziert ist, sind die Abläufe der beiden Phasen und die damit verbundenen Regeln (vor allem die Details in manchen Situationen) doch eher etwas für spielerfahrene Menschen, die auch Lust darauf haben sich mit genau solchen Details auseinanderzusetzen. 

Autoren: Kevin Wilson
Illustration: Mathias Mazzetti
Verlag: HeidelBÄR Games
Spieldauer: ca. 40-90 Minuten
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

Link zu Boardgamegeekhttps://boardgamegeek.com/boardgame/362723/escape-from-new-york

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Mai 31st, 2025 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten

„Hört, hört!“ ruft der Herold und galoppiert durchs Dorf – denn das große Bauen beginnt! In Castle Combo werdet ihr zu adeligen Architektinnen und Architekten mit Hang zur Kombinatorik. Ziel: Die glorreichste 3×3-Auslage aus schrägen Schloss- und Dorfcharakteren erstellen. Aber natürlich nicht einfach so – ihr wollt natürlich dabei ordentlich punkten. Und das geht am besten mit cleveren Karten-Kombos. Also: Helm auf, Wappen sortieren und los!

Eine Spielfigur aus Holz bedruckt mit einer Comicheften Darstellung eines Herolds auf einem Pferd
Der Herold bestimmt wo man anheuern darf.

Was macht man in Castle Combo?

🏰 Das Ziel:

Nach exakt 9 Zügen habt ihr ein 3×3-Raster aus Karten vor euch. Jede Karte bringt Punkte – je nachdem, was wo liegt, wie oft sich Wappenarten wiederholen oder fehlen, und wie gut ihr euer kleines Kartenkönigreich optimiert habt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt den Thron (oder zumindest die Partie).

🔁 Der Ablauf – in 4 höfischen Schritten:

  1. (Optional) Einen Schlüssel ausgeben – zack, Karten neu auslegen oder den Herold umlenken.
  2. Eine Karte aus der aktuellen Reihe (Schloss oder Dorf) kaufen und ins Gitter einbauen.
    💰 Mit Gold! Rabatte aus vorherigen Karten nicht vergessen!
  3. Sofort die Fähigkeit der neuen Karte auslösen – oft gibt’s Gold, Schlüssel oder sogar Ärger für die Nachbarn.
  4. Herold bewegen (oder auch nicht) und Karten auffüllen.

🔑 Besonderheiten:

  • Ihr dürft Karten auch verdeckt auslegen, aber dann bringen sie keine Punkte – nur Gold und Schlüssel als Trostpreis.
  • Jede Karte hat eine Fähigkeit beim Legen UND eine Wertungsbedingung fürs Ende. Clever platzieren lohnt sich also doppelt!
  • Der Herold bestimmt, ob ihr Karten aus dem Schloss oder dem Dorf nehmen dürft – und kann sich durch bestimmte Karten in die andere Reihe bewegen.
  • Es gibt 6 verschiedene Wappenarten – sie sind euer Punktemotor. Manche Karten wollen viele Gleiche, andere möglichst viele Verschiedene. Und manche? Belohnen sogar das gänzliche Fehlen von Wappen!
Ein vollständiges Schlossraster aus neuen Karten mit unterschiedlichen Charakteren.
Ein vollständiges Schlossraster.

Wie Castle Combo gefällt

Castle Combo hat alles was ein gutes Familienspiel braucht: (relativ) schnell zu lernen, kurzweilig, kurze Spieldauer, kompaktes Packmaß und jede Menge Variation. Somit zählte es für mich zu einem der ganz heißen Kandidaten für das Spiel des Jahres in diesem Jahrgang. Auf der Longlist war es drauf, auf der Shortlist dann leider nicht mehr.

Wie bei vielen eher sprachneutral gestalteten Spielen muss man zu Beginn die Symbolik des Spiels verstehen. Das könnte gerade Jüngeren und Spielunerfahrenen etwas schwerer fallen, aber schon Gelegenheitsspielerinnen und -spieler sollten hier leichtes Spiel haben. Spätestens nach einer Partie hat man den Großteil verinnerlicht und ansonsten gibt es ja noch das praktische Beiblatt, das (fast) alle Elemente erklärt.

Die französische Version.

Das Artwork des Spiels ist außergewöhnlich und gefällt mir sehr gut. Es sind nicht die üblichen superniedlichen Familienspiel-Illustrationen. In jeder Illustration gibt es was zu entdecken. Edgy könnte man das nennen. Die Anleitung ist klar und lässt keine Fragen offen.

Allerdings muss man einen Punkt kritisieren. Und das ist der Zufall. Der kann durchaus dafür sorgen, dass Spiele besonders vorteilhaft oder nachteilhaft verlaufen können. Zwar kann man das Schicksal ein wenig lenken (die Schlüssel sind der Key dazu!), allerdings fühlt man sich in manchen Situationen doch schon arg gespielt. Man kann auch nur einmal pro Zug einen Schlüssel einsetzen. Somit muss man mit dem Zufallsaspekt leben oder einfach noch ne Partie spielen, um den Zufall etwas auszugleichen.

Mittlerweile spielen wir Castle Combo zu zweit in etwa zehn Minuten. Zu dritt oder viert dauert es entsprechend etwas länger. Besonders hervorzuheben ist aber, dass es sich in allen Besetzungen gut gespielt hat. Einzig zu fünft habe ich es noch nicht gespielt. Klar ist aber auch, dass der Durchsatz der Karten mit mehr Personen deutlich höher ist als zu zweit, was die Zufälle noch mal etwas anders aussteuert.

Gewisse Karten sind gerade zu Beginn natürlich eine Wette (bspw. eine bestimmte Wappenfarbe in einer Reihe zu sammeln), da sie ja mitunter nicht oder selten auftauchen. Andere hingegen sind eine gut kalkulierbare Sache – bspw. auf eine Wappenfarbe im Raster ganz zu verzichten. Und dann sind da noch die Geldsack-Karten, auf denen man Münzen sammelt. Um diese darauf zu bekommen, muss man aber auch die passenden Karten mit dem entsprechenden Soforteffekt bekommen. Bekommt man diese nicht, dann sieht es schlecht aus und die Geldsack-Karte bringt nur wenig Punkte.

Und wie im wahren Leben ist das Management des Geldes nicht zu unterschätzen. Gebe ich zu viel aus im Spielverlauf, muss ich ggf. eine Karte umgedreht in mein Schloss legen, um die 6 Goldstücke und zwei Schlüssel zu erhalten. Es gilt also bei den Soforteffekten auch darauf zu achten, dass man hin und wieder mal etwas Geld erhält.

Last but not least sei zu erwähnen, dass das Sammeln von Schlüsseln durchaus eine nicht zu verachtende Punktquelle ist. Man kann schon deutlich mehr als 10 Punkte nur über die Schlüssel einheimsen. Im Vergleich zu den Karten, die teilweise auch mal nur 4 oder 6 Punkte bringen – manchmal sogar 0 Punkte! – durchaus lukrativ.

Castle Combo ist ein tolles Spiel, für alle, die ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel suchen, das nicht viel Platz braucht und schnell zu spielen ist. Im Vergleich zu Faraway finde ich es deutlich zugänglicher und auch für Spieleunerfahrene deutlich leichter zu verstehen.

Allerdings muss ich sagen, dass der Name des Spiels im französischen Original (Chateau Combo) deutlich schöner und melodischer klingt. Ob abseits des okay-en englischen Titels da wirklich kein besserer deutscher Titel rausgekommen wäre?!

Außergewöhnliches Artwork.

Autoren: Grégory Grard , Mathieu Roussel
Illustration: Stéphane Escapa
Verlag: KOSMOS
Spieldauer: ca. 10-25 Minuten
Anzahl: 2-5 Personen
Alter: ab 10 Jahren

Link zu Boardgamegeekhttps://boardgamegeek.com/boardgame/416851/castle-combo
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Transparenzhinweis: Das Spiel wurde zu Rezensionszwecken kostenfrei durch den Verlag zur Verfügung gestellt.

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Spielschachtel mit einer übermäßig belegten Waffel mit Sahne und Früchten gezeichnet im realistischen Comicstil
März 31st, 2025 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Wie ein gutes Rezept!

Stell dir vor, du stehst in der Küche und willst die perfekte Waffel zaubern. Dafür brauchst du die besten Zutaten, ein gutes Gespür für Muster und natürlich eine ordentliche Portion Sirup. Genau darum geht es in „Waffelzeit“ – ein süßes Puzzlespiel für 1 bis 4 Leckermäuler.

Was macht man in Waffelzeit?

Die Vorbereitung ist schnell erledigt und der Spielablauf von Waffelzeit gliedert sich in drei einfache Schritte, die man schnell verinnerlicht hat.

1. Vorbereitung – Zutaten bereitstellen

Wie beim Backen legst du zuerst alles griffbereit: Deine Waffeltafel ist dein Spielfeld, auf dem du Früchte, Sahne und Sirup platzierst. Die Auswahltafel zeigt dir, welche Zutaten du in dieser Runde nehmen kannst. Und damit niemand durcheinanderkommt, gibt es ein Reihenfolge-Plättchen, das bestimmt, wer wann an der Reihe ist.

2. Spielablauf – Waffel belegen

Jede Runde läuft in vier Schritten ab – quasi wie ein Backrezept:

1. Zutaten aussuchen: Du setzt deinen Marker an eine freie Stelle der Auswahltafel und nimmst dir die Zutaten von den beiden angrenzenden Plättchen.

Auswahl der Zutaten erfolgt über das Raster…

2. Zutaten platzieren: Die gewählten Zutaten legst du geschickt auf deiner Waffeltafel ab – immer nebeneinander und nach bestimmten Regeln.

3. Muster checken: Hast du eine schicke Anordnung geschaffen, die zu einer Musterkarte passt? Dann darfst du Sirup darüber träufeln!

Sirup gibt es nur, wenn das Muster passt.

4. Zielkarten prüfen: Manche Kombinationen erfüllen extra Ziele – und wenn du schnell genug bist, kannst du dir sogar ein Butterplättchen schnappen, das dir Extrapunkte bringt.

3. Spielende – Wer hat die beste Waffel?

Nach acht Runden ist die Waffel fertiggebacken, und es wird gewertet. Punkte gibt es für:

  • Felder mit Früchten und Sirup
  • Felder mit Sahne, Früchten und Sirup
  • Butterplättchen
  • Erfüllte Zielkarten

Wer am Ende die meisten Schlemmerpunkte hat, gewinnt – und darf sich zur Oberwaffel krönen!

Leckere Zutaten 😛

Wie Waffelzeit gefällt

Kurz gesagt: „Waffelzeit“ ist wie ein gutes Rezept – leicht zu lernen, aber mit genug Spielraum für kreative Kreationen. Uns hat es positiv überrascht. Vielleicht auch, weil die Erwartungen nicht übermäßig hoch waren. Aber es ist ein Spiel aus der Kategorie „Coffetable Game“. Denn es passt ja auch thematisch echt gut zum Nachmittagskaffee. Man kann es neben dem Kuchengenuss locker nebenher spielen und braucht keinen riesigen Tisch.

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Durch die unterschiedlichen Wertungskarten kommt etwas Variation rein, denn man hat eigentlich immer leicht unterschiedliche Ausgangssituation um zu punkten. Dennoch hält sich die Komplexität in Grenzen und die einzelnen Fruchtmuster sind – meistens – selbsterklärend. Es gibt aber auch ein paar, die nicht wirklich einleuchten und einige sind deutlich einfacher zu realisieren als andere.

Allerdings ist die Altersangabe unseres Erachtens etwas niedrig. Denn man muss schon ganz schön knobeln. Ob das die meisten Achtjährigen schon hinbekommen, weiß ich nicht. Und die Originalausgabe war auch mit „ab 10 Jahren“ gekennzeichnet. Das passte deutlich besser unseres Erachtens.

Wer also Spaß an leckeren kleinen Puzzlespielen hat und nicht zu viel erwartet, der sollte sich mal an die Teigschüssel wagen und loslegen! Vielleicht könnte ihr es ja auch mal in einem Brettspiel Café in eurer Nähe ausprobieren.

Die Rahmendaten

Autoren: Kevin Wilson
Illustration: Mathias Mazzetti
Verlag: HeidelBÄR Games
Spieldauer: ca. 40-90 Minuten
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

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Transparenzhinweis: Das Spiel wurde zu Rezensionszwecken kostenfrei durch den Verlag zur Verfügung gestellt.

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Februar 24th, 2025 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

In Camargue erschafft ihr gemeinsam eine Landschaft voller Felder, Wälder und Lavendelwiesen. Aber Vorsicht: Taktik ist Trumpf und Punkte gibt’s nicht geschenkt! Im Gegenteil: Nur wer geschickt legt, kann den Punkte-Turbo einschalten.

Was macht man in Camargue?

Reihum legt ihr Plättchen, baut Wege und wertet Landschaften. Dabei sind kluges Platzieren und taktische Entscheidungen gefragt, um die meisten Punkte zu holen. Klingt einfach? Nur, wenn ihr die Legeregeln im Blick habt…

Wunderschönes Cover von Michael Menzel

Und so geht es:

Vorbereitung

  • Jeder schnappt sich ein Punktetableau und nimmt drei Plättchen auf die Hand.
  • Das Startplättchen mit dem bunten Wappen auf der Rückseite kommt in die Mitte – von hier aus geht’s los.
  • Merke: Das kleine Wappen oben rechts gibt die Ausrichtung aller anderen zu legenden Plättchen vor.
Die Punktetafeln sind nicht für jeden was …

Ablauf

Reihum legt ihr ein Plättchen an die bestehende Landschaft an. Dabei müsst ihr:

  • Wege sinnvoll verlängern,
  • Plättchen so ausrichten, wie das Wappen es vorgibt, und
  • niemals Wege abschneiden! (Das gibt Ärger in der Camargue!)
  • Die Helfer: Statt Landschaft könnt ihr Helferplättchen spielen. Die bringen Punkte – oder belohnen euch, wenn jemand anders cleverer baut als ihr.

Punkten

Das Punkten ist der eigentliche Kniff des Spiels. Denn die Anzahl der Kanten und die Größe des Gebiets spielen hier eine Rolle. Und so geht’s:

  • Fläche zählen: Wie groß ist das Landschaftsgebiet, das du erweiterst?
  • Kanten zählen: Wie viele berührt dein gerade gelegtes Plättchen?
  • Punkte ausrechnen: Fläche × Kanten = Jubelschrei!
Im Spielverlauf wächst die Landschaft weiter und weiter…

Spielende

Ist der Nachziehstapel leer, spielt ihr noch alle Plättchen von der Hand aus. Der oder die mit den meisten Punkten wird Camargue-Champion!

Und manchmal findet man es tatsächlich, das perfekte Plättchen.
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Exkurs: Die Carmargue

Die Camargue ist eine der einzigartigsten Landschaften Europas, gelegen im Rhône-Delta im Süden Frankreichs. Diese Region verzaubert durch ihre unglaubliche Vielfalt: Weite Salzseen, duftende Lavendelfelder, üppige Wälder und die typisch französischen Weiden prägen das Bild. Berühmt ist die Camargue vor allem für ihre Tierwelt. Hier ziehen wilde weiße Camargue-Pferde frei durch die Ebenen, schwarze Kampfstiere weiden unter freiem Himmel und rosa Flamingos tummeln sich in den Seen. Diese Mischung aus wilder Natur und friedlicher Idylle macht die Camargue zu einem einzigartigen Naturschutzgebiet und damit auf jeden Fall ein tolles Ziel für einen Besuch im echten Leben.

Wie Camargue gefällt

Camargue ist ein recht einfaches Plättchenlegespiel, das eigentlich nicht viel verkehrt macht. Es spielt sich schnell, unaufgeregt und wird auch Spielneulinge nicht überfordern. Allerdings ist es auch nur bedingt spannend – allenfalls zumindest entspannend. Denn im Spiel wird man nie oder selten in die Situation kommen, dass man jemandem was streitig macht. Klar, ab und an legt jemand sein Plättchen genau dorthin wo ich gerade hin wollte. Aber meistens gibt es weitere Optionen. Und sollte es mal wirklich ärgerlich sein, dann habe ich ja vielleicht ein Helferplättchen, mit dem ich mich an die besonders punkteträchtigen Spielzüge der andren ranzecken kann.

Die Zählhilfen sind gut, aber auch nicht jedermanns bzw. jederfraus Sache. Zwar ist das Abzählen mit 1er, 10er und 100er Zählleiste nicht schwer, dennoch muss man gerade beim „10er-zählen“ aufpassen, dass man nicht einen Schritt vergisst. Und durch den Punkteturbo des Spiels ist man schon schnell bei 400 oder mehr Punkten. Gerade zu zweit knackt man da auch mal die 600er Marke. Je mehr Personen mitspielen, desto weniger Punkte wird man machen.

Der Spielverlauf ist recht variabel und jedes Spiel verläuft anders als das vorherige.

Insgesamt also ein nettes und unaufgeregtes Legespiel, das aber nicht ewig in Erinnerung bleiben wird. Wenn, dann durch das von Michael Mebzel gestaltete Cover. Das ist wirklich schön. 🥰

Die Rahmendaten

Autoren: Kevin Wilson
Illustration: Mathias Mazzetti
Verlag: HeidelBÄR Games
Spieldauer: ca. 40-90 Minuten
Anzahl: 1-4 Personen
Alter: ab 14 Jahren

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Transparenzhinweis: Das Spiel wurde zu Rezensionszwecken kostenfrei durch den Verlag zur Verfügung gestellt.

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